Ja, ich will! - Nur wie?

Jugendliche BewerberEndlich hast Du ein Unternehmen gefunden, welches den richtigen Praktikumsplatz für Dich anbietet und nun möchtest Du Dich dort bewerben und natürlich den besten Eindruck hinterlassen - aber wie macht man das?

Grundsätzlich besteht eine Bewerbung aus:

  • dem Deckblatt
  • dem Anschreiben
  • optional einem Lebenslauf
  • Anlagen (schrifltiche Verweise auf Deine Tätigkeiten, die Du im Anschreiben beschrieben hast)

Und was kommt jetzt wohin?

Das Deckblatt

Beim Deckblatt darfst Du - im Gegensatz zum Anschreiben - ein wenig kreativ sein. Dennoch gehören auch auf ein Deckblatt Informationen, die nicht fehlen dürfen:

  • Benennung der Praktikumsstelle
  • Dein Name, Anschrift sowie Kontaktdaten
  • ein Foto von Dir darfst Du gerne auch auf das Deckblatt setzen, musst Du aber nicht

Zur Veranschaulichung oder auch als Basis für das Deckblatt Deiner nächsten Bewerbung haben wir hier ein paar Beispiele gesammelt:

Beispiel > Deckblatt 1
Beispiel > Deckblatt 2
Beispiel > Deckblatt 3
Beispiel > Deckblatt 4

Das Anschreiben

Anschreiben IconEin Anschreiben ist ein Dokument, welches klare Absätze und Abstände vorraussetzt.

Im oberen Drittel gehören die Anschrift des Unternehmens sowie Deine Kontaktdaten. Gerne kannst Du hier auch im Briefkopf ein persönliches Logo oder eine dezente Grafik benutzen, die möglichst im Einklang mit dem Layout Deines Deckblattes stehen sollte.

Danach folgt neben dem Datum der Bewerbung wieder in Fettschrift der Betreff:

  • Bewerbung um einen Praktikumsplatz als -> Bezeichnung der Praktikumsstelle <-

Es folgt die Anrede: "Sehr geehrter Herr ... / Sehr geehrte Frau ..."
Meistens findest Du diesen bei der Praktikumsanzeige oder auf der Webseite der Firma. Solltest Du keinen Ansprechpartner haben, kannst Du auch "Sehr geehrte Damen und Herren" schreiben.

Nun kommt der wichtigste Teil des Anschreibens: Der Anschreibentext!
Hier beschreibst Du Dich und Deine Motivation bei diesem Unternehmen ein Parktikum in diesem Bereich machen zu wollen.
Überlege Dir dabei, welche Deiner Fähigkeiten, Freizeitaktivitäten und Hobbies zu der Praktikumsstelle passen und arbeite diese im Anschreiben aus.

Wirst Du bei Deinem Praktikum viel mit Computern zu tun haben? -> Dann betone Deine Computerkenntnisse. Warst Du zum Beispiel in einer Computer oder Informatik AG? Hast Du Deinen Computer selbst zusammengebaut oder hilfst Deinen Großeltern dauernd bei Computerproblemen?

Wirst Du bei Deinem Praktikum viel draußen arbeiten? ->Dann betone die Freizeitaktivitäten, die Du draußen ausübst, wie zum Beipsiel Fußball, Tennis, Spaziergänge, Inline Skaten, Boarden usw.

So findet man für jeden Bereich spezielle Tätigkeiten, die Dich für das Unternehmen als Praktikanten interessanter machen.

Daneben gibt es auch allgemeine Tätigkeiten, die z.B. für Deine Teamfähigkeit, Fleiß, usw. stehen. Das sind z.B. alle Aktivitäten in einem Verein. Trainierst Du zum Beispiel eine Jugendmannschaft? Hilfst Du älteren Menschen mit Einkäufen oder bei der Gartenarbeit?

Damit Du es etwas leichter bei der Erstellung des Anschreibens hast, findest Du hier auch ein Beispieldokument in dem die richtigen Absätze und Abstände schon eingerichtet sind.

Beispiel > Anschreiben mit vorgefertigten Abständen und Absätzen


Das Bewerbungsgespräch

Auch bei Praktikas werden immer häufiger kurze Bewerbungsgesrpäche gemacht. Diese sind zwar weniger umfangreich als wenn Du Dich auf eine Ausbildungsstelle bewerben würdest, dennoch lohnt es sich, darauf vorbereitetet zu sein. Gerade in größeren Unternehmen mit festgelegten Praktikumszeiträumen bewerben sich häufig viele Schüler auf eine Praktikumsstelle. Ein Bewerbungsgespräch kann hier genau das RIchtige sein, um die Personaler von DIr zu überzeugen. Sehe es als Chance für Dich, aus der Masse an Bewerbungen herauszustechen.

Außerdem: Ein Bewerbungsgespräch ist nichts schlimmes. Zum einen ist es recht einfach sich darauf vorzubereiten und zum anderen übst Du mit jedem Bewerbungsgespräch für den Moment, wo Du Dich in naher Zukunft auf eine Ausbildungsselle oder einen Arbeitsplatz bewirbst. Denn damit kennst Du schon die Abläufe und weisst, wie solch ein Gespräch abläuft. Und schon Bekanntes ist ja grundsätzlich immer weniger Besorgnis erregend als unbekannte Situationen.

Damit das erste Bewebrungsgespräch Deiner jungen Karriere aber auch schon positiv verläuft, hier ein paar Hinweise und Fragen auf die Du auf jedem Fall eine Antwort parat haben solltest:

  • Informiere Dich auf der Webseite des Unternehmens:
    • Was produziert das Unternehmen alles? Gibt es neben dem Bereich für den Du Dich beworben hast noch weitere Geschäftsbereicht? Wenn ja, welche?
    • Wieviele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
    • Ist es international tätig? Wenn ja, wo zum Beispiel?
  • Warum hast Du Dich gerade bei diesem Unternehmen beworben?
  • Warum möchtest Du genau in diesem speziellen Bereich ein Praktikum machen?
  • Les Dir nochmal Dein Anschreiben durch. Häufig beziehen sich Fragen auch direkt auf die Angaben über Dich, die Du dort gemacht hast.

Auch bei Deinem Verhalten während des Bewerbungsgespräch gibt es ein paar Tricks, um positiv - oder auch einfach nicht negativ - aufzufallen:

  • Ein fester Händedruck ist immer ein guter Anfang.
  • Solltest Du ein Getränk angeboten bekommen, nehme es an. Auch wenn Du es später nicht trinkst ist dies freundlicher als von vornherein das Angebot abzulehnen
  • Sei immer zuvorkommend und höre Deinem Gegenüber genau zu. Falle Ihm niemals ins Wort und schau Ihn an, wenn Du mit ihm redest.
  • Setz Dich aufrecht hin. Die Körperhaltung trägt viel zu dem Eindruck, den Du hinterlässt, bei.
    Tipp: Setze Dich nicht bis an die Lehne in den Stuhl sondern etwas weiter nach vorne. Dadurch sitzt Du automatisch aufrecht. Probiers doch jetzt direkt aus - das funktioniert immer!


Weitere Hinweise

Wichtig!Es kommt bei der Bewerbung aber nicht nur auf das Anschreiben oder ein Bewerbungsgespräch an. Es gehören weitere wichtige Faktoren dazu um eine Bewerbung erfolgreich zu gestalten.

Gerade in der heutigen Zeit sind wir im Netz immer leichter zu finden und daher kann es auch darauf ankommen, was Du zum Beispiel auf Facebook, Twitter und Co. in Deinem Profil postest. Immer mehr Firmen prüfen im Internet auch schon bei Praktikanten kurz Deine Daten durch.

Checke daher, was auf Deinen Onlineprofilen für Inhalte zu sehen sind. Partybilder, gehässige Witze, Beleidigungen oder Ähnliches sind absolut Tabu! Sollte es dafür schon zu spät sein, stelle die Privatsphähre-Einstellungen so ein, dass nur Freunde Dein Profil sehen können.

Wie lautete Deine E-Mail-Adresse? Benutze für Bewerbungen unbedingt eine seriöse E-Mail-Adresse wie zum Beispiel Vorname.Nachname@web.de. E-Mail Adressen der Art derberStylah94@web.de sind absolut Tabu!

Da Du immer auch eine Telefonnummer für Rückfragen in Deinen Kontaktinformationen mit angeben solltest, checke wie sich gegebenenfalls Deine Mailbox meldet. Ist dort noch eine Spaßbegrüßung drauf? Wenn ja, ändere auch diese für die Bewerbungsphase in eine seriöse Ansage. Es kann immer passieren, dass Du den Anruf des Personalers nicht mitbekommst und darauf Deine Mailbox rangeht!